Waldtage

Was ist ein Wald Tag?

Die Kinder befinden sich bei jeder Jahreszeit draussen in der Natur in den verschiedenen nahegelegenen Waldstücken in Rupperswil. Jedoch passen wir unsere Waldtage dem Wetter und den Temperaturen an. Uns ist es wichtig, dass die Natur nicht zerstört und zu ihr Sorge getragen wird. Aus diesem Grund besuchen wir verschiedene Plätze im Wald, somit kann sich die Natur immer wieder erholen und die Kinder lernen verschiedene Plätze und ihre Eigenschaften kennen. Die Kinder besuchen auch verschiedene Bäche um das Element Wasser zu vertiefen, sowie auch Spielplätze die einladen sich naturbezogen zu entfalten und den kindlichen Bewegungsdrang vollumfänglich zu leben. An den Waldtagen wird geklettert, balanciert, gebaut, gesagt, gegraben, Feuer gemacht und viele andere spanende Entdeckungen ausprobiert.

 

Warum ist uns ein Waldtag wichtig?

Die Kinder können sich in der freien Natur ganzheitlich entwickeln. Dem Spiel und den Fantasien der Kinder sind keine Grenzen gesetzt. Sie können erforschen, sich vertiefen und den Bewegungsdrang ausleben. Sie lernen die Natur kennen und lernen damit sorgfältig umzugehen. Die Kinder spielen nicht mit vorgefertigtem Spielmaterial, sondern mit dem, was die Natur ihnen bietet. Aufenthalte in der Natur spenden Kraft, Trost und Inspiration. Naturerlebnisse können eine ausgeglichene Wirkung auf das Gemüt haben und sind Nahrung für die Seele. Um sich gesund entwickeln zu können, brauchen Kinder unmittelbare, ganzheitliche Naturerfahrungen. Spaziergänge und Wanderungen am Wochenende sind kein Ersatz dafür.

Wir sehen den Wald als Erholungsraum, Paradies, Lernfeld, Fantasie und Abenteuer pur. Dies wollen wir den Kindern mit auf ihren Lebensweg geben.

Was ist Naturpädagogik?

  • Naturpädagogik ist Beziehungsarbeit und Kommunikation
  • Naturpädagogik heisst fördern der Wahrnehmungsfähigkeit auf allen Ebenen
  • Naturpädagogik heisst Interesse wecken, Brücken und Zugänge schaffen, Handlungsmöglichkeiten erarbeiten, etwas bewirken können
  • Naturpädagogik ist geprägt durch die Personen, welche sie vermitteln
  • Natur- Menschbeziehung verbessern und Waldwissen vermitteln
  • In der Natur zur Kreativität anregen
  • Verständnis für den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur sensibilisieren
  • Im Wald von der Natur lernen
  • Auf spielerische Weise den Wald erforschen und Zusammenhänge der Natur selbst entdecken
  • Regelmässigen Kontakt zum Wald erweckt bei den Kindern Achtung und Freude zur Natur
  • Sinnesorgane werden ganzheitlich gefördert

 

In unserer naturbezogenen Kinderkrippe ist Naturpädagogik GROSS  geschrieben. Aus diesem Grund liegt es uns am Herzen, den Kindern zu ermöglichen zurück zur Natur zu finden und auf natürliche Weise ganzheitlich zu lernen.

An unseren Waldtagen werden die Kinder der beiden altersgemischten Gruppen Zauberer & Zwergen zusammen in den Wald gehen. Wir wechseln bewusst wöchentlich die Wochentage, damit alle Kinder in den Genuss der Waldtage kommen können.

 

Angebot

Unser Waldangebot richtet sich an alle Kinder um ca. 3 Jahre bis Kindergartenaustritt.

Die Kinder müssen trocken sein. Ausnahmen entscheidet das Fachpersonal.

 

Wald Zeit: In der Regel 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr, wird jeweils dem Wetter und der Jahreszeit angepasst. Die Waldtage finden nur in den Frühlings und Sommermonaten statt von ca. April bis Mitte September

Treffpunkt: In der Kinderkrippe nach dem Morgenkreis

Verpflegung: Die Kinder werden mit einem Mittagessen verpflegt, welches im Wald frisch zubereitet wird. (Manchmal wird das Essen auch am Morgen zubereitet und dann im Wald fertig gekocht.)

 

Zwischendurch gibt es verschiedene Snacks, damit die Kinder wieder Energie haben. Wir bitten deshalb, den Kindern keine Süssigkeiten, Snacks, Kaugummis, etc. mitzugeben. Für den kleinen Hunger zwischendurch ist gesorgt.

 

Ausrüstung / Wichtige und Allgemeine Infos

Bei jeder Jahreszeit ist es wichtig, dass die Kinder lange Hosen und ein lang Arm Shirt anziehen, um gegen die Zecken vorzubeugen. Im Sommer darauf achten, dass es dünne Stoffe sind, in dem sie nicht schwitzen. 

 

Kleidung Allgemein

  • Zwibelschallenprinzip
  • Kopfbedeckung bei jeder Jahreszeit

        Warme Tage: Dächlikappe mit Hals- und Ohrenschutz (gut für Sonne und Zecken)

        Kühle Tage: Übergangskappe, Wollkappe

 

Kleidung warme Temperaturen

  • Lange Hose (feiner, leichter Stoff in dem das Kind nicht schwitzt)
  • Langarm Shirt (feiner, leichter Stoff in dem das Kind nicht schwitzt)
  • lange dünne Socken, die über die Hosen gezogen werden können als Zeckenschutz
  • Wanderschuhe (Knöchelhöhe)
    (Schuhe zum Binden, weil der Klettverschluss den Match nicht standhält und ungenügenden Halt gibt. Gummistiefel sind ungeeignet, wegen der rutschigen Sohle, schlechtem Halt und die Kinder drin schwitzen)

 

Kleidung kalte Temperaturen

  • Lange gefütterte, wasserabstossende Hose oder Fleecehose mit Regenhose drüber
  • Bei sehr kalten Temperaturen Skihose (Keine Ganzteiler wegen WC) und Regenhose als Nässestopp darüber
  • Schichtenprinzip, Thermoshirt, Faserpelz ohne Kaputze
  • Wasserabstossende, gefütterte Jacke oder gefütterte Jacke und Regenjacke
  • Fleecetuch oder kleines Seidentuch, kein Schal dieser behindert die Bewegungsfreiheit, geht leicht verloren, wird schnell nass und die Kinder könnten damit hängen bleiben
  • warme Kappe welche die Ohren deckt und ev. wasserabstossend ist
  • Fingerhandschuhe und wasserabstossende, gefütterte Handschuhe
  • lange dicke Socken
  • warme Schuhe mit gutem Halt, wasserdicht (Knöchelhöhe)
    (Schuhe zum Binden, weil der Klettverschluss den Match nicht standhält und ungenügenden Halt gibt. Gummistiefel sind ungeeignet, wegen der rutschigen Sohle, schlechtem Halt und die Kinder drin schwitzen.)

 

Rucksack

  • Kinderrucksack mit Brustgurt und ev. Hüftgurt, mit Klickverschluss damit ihn das Kind selbst öffnen und schliessen kann. Super wäre es, wenn der Rucksack Aussennetzli hätte und wasserdicht ist oder ein Regenschutz eingebaut ist.
  • 0,5 l Flasche mit Wasser oder ungesüsstem Tee gefüllt mitbringen. In den kalten Jahreszeit eine Thermosflasche mit Druckverschluss und warmen ungesüssten Tee eingefüllt mitbringen.
  • In einem Plastiksack einen ganzen Satz Ersatzkleidung (mit Namen versehen), je nach Jahreszeit. Regenjacke und Regenhose sollten immer dabei sein, man weiss ja nie.
  • Keine Spielsachen, Sackmesser, Zündhölzer, Feuerzeug, Medikamente, Süssigkeiten und Esswaren.
  • Sonnencreme (Wir packen sie in der Kita ein, jedes Kind hat seine eigene in der Kita deponiert)

 

Info zum Thema Zecken

Zecken kommen je nach Witterung vor allem von März bis Juni / Juli und dann wieder von September bis Oktober in großer Zahl vor. Aber auch schon in der kalten Jahreszeit treten bereits Zecken auf. So werden die ersten Zecken bei ca. 7 °C aktiv. In trockenen Sommermonaten sind Zecken weniger aktiv. Optimale Lebens- und Entwicklungsbedingungen finden sie bei Temperaturen zwischen 17° bis 20°C Umgebungstemperatur und 80 % bis 95% Luftfeuchtigkeit. Wir sprayen die Kinder in der Kita mit Zeckenspray ein.

 

So schützen Sie sich und die Kinder vor Zecken

Sorgen Sie dafür, dass Sie für Ihr Kind festes Schuhwerk und fest schließende Kleidung mitbringen. Auch das Einreiben mit insektenabwehrenden Mitteln ist hilfreich. Gänzlich verhindern lassen sich Bisse durch Zecken dadurch jedoch nicht.

Wir bitten Sie deshalb, suchen Sie die Kleidung und Körper jeweils am Abend systematisch nach Zecken ab (stecknadelgroße schwarze Sterne), besonders an den bevorzugten Bissstellen der Zecken: Haaransatz, Ohren, Hals-, Arm- und Kniebeugen sowie Hände und Füsse.

 

Was machen, wenn Ihr Kind von einer Zecke gebissen wurde?

Die Zecke(n) sollten schnell entfernt werden: Wir empfehlen gehen sie zur Apotheke oder suchen sie ihren Hausarzt auf! Bitte beachten Sie, dass der weit verbreitete Rat, die Zecke mit Öl zu ersticken auf keinen Fall nachkommt, dies wäre gänzlich falsch, ja sogar schädlich. Denn dadurch krallt sich die Zecke nur noch fester in die Haut ein und sondert noch mehr Sekrete ab. Nach Entfernung der Zecken sollte die Bissstelle in jedem Fall noch für etwa sechs Wochen beobachtet werden.

 

Waldpädagogik Konzept

Unsere Vision

Es geht bei Erziehung und Bildung nicht darum, das Gedächtnis wie ein Fass zu füllen,
sondern darum, Lichter anzuzünden, die alleine weiterbrennen können.       
(Gerhardt Trommer)

 

Grundsätze zur Waldpädagogik

  • Ermöglicht ganzheitliches Lernen mit Kopf, Herz und Hand
  • Macht die Vielseitigkeit des Waldes erlebbar, gibt Zugang zur Natur, vermittelt erste Grundlagen des Ökosystems Wald.
  • Ein abwechslungsreicher Fundus an Natur- und Erlebnisspielen ermöglicht kreatives Handeln und lässt den Wald zum „Naturerlebnis“ werden.
  • Bietet ein unerschöpfliches Reservoir von Möglichkeiten zum Spielen, Entdecken und Lernen (kein festes Spielzeug).
  • Nutzt, was im Wald gefunden wird, wie z. B Holzstücke, Gräser, Blumen, Blätter, Eicheln.

Unsere Schwerpunkte in der Waldpädagogik

  • Umweltbildung und Umwelterziehung mit Themen wie
  • Pflanzen- und Tierwelt
  • Funktionen des Waldes
  • Bewegungspädagogik
  • Koordination auf dem unebenen Waldboden
  • Reaktionsvermögen
  • soziales Lernen als Kind und in der Gruppe
  • Vertrauensspiele
  • Rollenspiele
  • Umgang mit Erfolg und Misserfolg
  • Allgemeine Pädagogik aus unserem Sozialpädagogischen Konzept

 

Waldregeln

Es ist wichtig, dass die Kinder die grundlegenden Regeln kennen und diese genau befolgen. Uns ist es wichtig, dass es nur wenige Regeln hat um die Kinder nicht zu sehr einzuschränken und sie nicht mit zu vielen Regeln sozusagen auf die Gefahren die sie begehen könnten, herauf zu lupfen.

  • Die Kinder essen nichts im Wald bevor sie es nicht den Leitern gezeigt haben. Und es werden keine Beeren, Pilze gepflückt ohne den Leitern gezeigt zu haben.
  • Es werden nicht einfach Äste und Blätter abgerissen, ausser wir machen dies gezielt um etwas zu bauen oder gestalten.
  • Die Kinder dürfen nicht alleine am Feuer sein.
  • Sobald wir die Waldmelodie auf der Flöte hören, kommen alle Kinder zu der Leitungsperson.
  • Die Kinder dürfen nicht alleine mit Werkzeug sein, es ist immer eine Leitungsperson dabei.
  • Die Kinder gehen nur so weit weg, dass sie die Leitungsperson noch sehen.
  • Die Kinder dürfen nicht alleine zum Wasser.

Waldtagkonzept zum download:

Waldkonzept und Reglement